Sometimes the strongest people in the morning are the ones that cry themselves to sleep at night
Die Arme fest um meinen Körper geschlungen sitze ich in der völligen Dunkelheit, zittere im eiskalten Lufthauch, der durch das weit geöffnete Fenster hereinweht. Absichtlich. Ich hatte wohl gehofft die Kälte würde meine Gedanken betäuben, vergeblich. Der Moment ist gekommen, den ich in den letzten Tagen so gefürchtet habe. Nach jedem Hoch kommt ein Tief, jeder glückliche Moment zieht einen Zusammenbruch nach sich, egal welcher Art. Bei L. ist es jedoch immer gleich. Es sind immer die gleichen Gedanken, die mich unsanft in die Realität zurückholen, mir meine Grenzen aufzeigen, wenn ich mal wieder zu weit gedacht habe, zu viel Hoffnung hatte. Es wird nicht so einfach werden, wie ich mir das immer vorstelle, es wird nicht perfekt laufen, ganz im Gegenteil. Es wird ein harter Kampf, zu dem ich vollkommen bereit sein muss, in dem ich mich überwinden und über meine Grenzen hinausgehen muss, um dem Ziel nur einen Hauch näher zu kommen. Nur vom rumsitzen und träumen wird rein gar nichts passieren, ich muss es selbst in die Hand nehmen, alles wovor ich Angst habe ausblenden und die Zähne zusammenbeißen. Ich darf nicht mehr zögern, nicht mehr denken 'was wäre wenn', ich muss einfach ins kalte Wasser springen und mich dann irgendwie durchkämpfen. Es ist schwer, aber nicht unmöglich, und ich bin stark genug dafür - weil ich verdammt nochmal nichts zu verlieren habe außer mein Leben. Und das ist es mir wert.

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