Einzelne Gedankenfetzen, die mir den Halbschlaf versüßen. Das Gefühl in meinem Bauch, alles wie in Watte gepackt, meine zitternden Beine als ich auf dich zulaufe. Die roten Polster im Vorraum der Sparkasse, du gehst zum Geldautomaten, ich setze mich, betrachte dich, ein Schauer läuft mir über den Rücken, weil du so verdammt gut aussiehst. Deine braunen Augen mit den langen Wimpern, der schönste Anblick der Welt, dein Lachen, das schönste Geräusch der Welt. Der vielsagende Blick des Barkeepers, als du dich zu ihm beugst um ihm zu sagen dass deine Freundin nichts erfahren darf. Der Alkohol, der in meiner Kehle brennt. Die eiskalte Nachtluft, deine Lippen auf meinen, dein Geschmack nach Rauch, an den ich so gewöhnt bin, der seit unserem ersten Kuss nie gefehlt hat. Wie ich deine Hand nehme, mich an ihr festklammere, weil es so verdammt gut tut dich endlich wieder neben mir zu haben und weil ich Angst habe, dass du mich loslässt. Du hast losgelassen. Dann auf einmal nur noch wirre Worte, einzelne Bilder, ich habe keine klare Erinnerung mehr. Deine Augen so nah, dass ich darin versinken könnte, jedoch plötzlich so kalt und hart, du packst mich, schreist mich an, ich verstehe die Welt nicht mehr. Wie ich immer wieder verzweifelt deinen Namen sage, deine Worte immer verletzender werden. Jedes einzelne hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Die ersten Tränen, die ich auf meinen Wangen spüre. Wie du noch lauter schreist, dass ich aufhören soll zu heulen. Wie ich regungslos auf der Straße stehe, dir nachschaue, ein letztes mal deinen Namen flüstere, mich umdrehe und einfach nur renne.. immer weiter.. Dein Anruf, wie ich dich anschreie, was du noch willst. Wie du mir schwörst mein Leben zur Hölle zu machen, wenn ich irgendetwas deiner Freundin erzähle. Dann Stille, nur noch Stille ..
Wie ich zitternd bei meiner besten im Bad vor dem Spiegel stehe. Das grelle Licht blendet mich, ich starre mein Spiegelbild aus leeren Augen an, eine halbe Ewigkeit stehe ich schon dort. Irgendwann hebe ich einen Arm, rieche zögernd an meinem Ärmel. Dein Geruch schlägt mir entgegen, nimmt mir den Atem. Ich will mehr davon, reiße mir mein Oberteil herunter, in meinem BH hat sich der Geruch noch viel stärker festgesetzt, ich sauge ihn ein, jedes letzte bisschen von dir. Ich taumle gegen die Wand, alles holt mich ein, ich kann nicht fassen, dass das alles erst eine halbe Stunde her ist. Deine Worte dröhnen in meinem Kopf, ich kann nicht die Augen schließen ohne dich vor mir zu sehen. Erschöpft sinke ich an der Wand hinab.. sogar meine Haut riecht nach dir..
Wie ich immer und immer wieder in mein Handy tippe, dass es mir so verdammt Leid tut, obwohl ich nicht mal weiß, was überhaupt passiert ist. Wie mir jede Berührung zu viel wird, ich meine Beste wegstoße. Wie ich irgendwann nach endlosen Stunden unter Tränen einschlafe, nur um ein paar Minuten später wieder aufgewühlt aufzuschrecken..
Irgendwann werde ich dir all das erzählen, F. Und ich hoffe dann wirst du verstehen, wie viel du für mich bist. Nach all dem, was du getan hast, bin ich immer noch dazu bereit, dir die Möglichkeit zu geben, das gleiche wieder mit mir zu machen. Ich denke, dass ist alles andere als selbstverständlich. Ich hoffe du weißt das zu schätzen, F.
Du fehlst mir. Du fehlst mir so verdammt schrecklich sehr.

1 Kommentar:
Wunderschöner Blog, muss ich echt sagen.. Großes Lob mach weiter so.. Ich bin aufjedenfall jetzt einer deiner Leser :)
Ps: das lied find ich übrigends auch top.
Liebe Grüße! http://peaceloveandfeelings.blogspot.com/
Kommentar veröffentlichen