"Du musst lernen jeden Tag, den du überstehst ohne dir die Arme aufzuschneiden als Sieg anzusehen. Nur so kommst du Schritt für Schritt davon weg - und irgendwann vielleicht sogar ganz."
Diesen Satz sagte meine Therapeutin am Montag zu mir und seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht und ich glaube wirklich sie hat recht, ja, ich glaube so könnte ich es schaffen, wenn ich nur den Willen dazu hätte. Wille ist das einzige was mir fehlt. Ich kann nicht sagen, dass ich aufhören will mich zu ritzen, ich kann es nicht sagen und es wirklich ehrlich meinen, denn eigentlich will ich nicht aufhören. Es gehört zu mir. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie es wäre wirklich davon wegzukommen, auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich es sogar schaffen könnte. Aber ich meine, es kann ja auch nicht ewig so weiter gehen, ohne dass sich irgendetwas ändert. Ich muss dazu bereit sein etwas zu ändern, nur so kann es funktionieren. Der Preis, den ich für meine Dummheit zahlen muss ist bereits zu hoch, um ihn noch weiter zu erhöhen. Ich trage mein Innerstes öffentlich zur Schau. In Form von meinen Narben zeige ich der ganzen Welt wie kaputt und krank ich bin. Das halte ich nicht mehr aus, die Blicke, die Worte. Und ich verletzte nicht nur mich, sondern auch andere damit, meine beste Freundin, meinen besten Freund, T., meine Eltern. Sie leiden wegen mir, sie machen sich Sorgen. Ich will diese Schuld nicht länger tragen. Das sind die Gründe wirklich zu versuchen es zu lassen, für T., für meinen besten Freund .. Nicht für mich, sondern für die anderen werde ich stark sein. 2. Vorsatz: Jeden Tag, an dem ich es schaffe es nicht zu tun als einen Sieg ansehen. Die Tage zählen. So viele wie möglich schaffen.
Momentan sind es 3 Tage

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