Samstag, 26. November 2011

#14 Inmitten von "Alles wird gut" und "Ich habe den Mut" steht ein "Bitte komm zurück" in der Farbe von Blut.




Ruhig atmend liege ich auf meinem Bett, um mich herum nur der sanfte Schein der Lichterkette und die Stimme von Casper. Ich fühle mich wohl, bin entspannt. Ich könnte für immer hier liegen bleiben, nie wieder aufstehen. Es wäre so leicht. Doch so einfach ist es leider nicht. Ich erinnere mich an den Grund, warum ich hier liege. Ich wollte nachdenken über alles, ein bisschen Klarheit schaffen. Doch wie ich es auch drehe und wende, zu einem Ergebnis komme ich nie. Ich weiß, was ich später will. In 1 oder 2 Jahren. Ich will mein Abi einigermaßen gut hinkriegen. Dann will ich meinen 18 Geburtstag feiern, mit langen Haaren und einem Freund an meiner Seite. Nicht irgendeinem, sondern dem richtigen. Das erste, was ich mit 18 machen werde ist mir ein Tattoo stechen lassen und einen Tunnel machen. Dann lasse ich das Leben hier hinter mir und ziehe nach Berlin, meine Traumstadt. Dort fange ich ganz von vorne an, bei null, und wieder unter dem Namen Laura. (Laura ist mein erster Name, seit 6 Jahren bin ich bei allen unter meinem zweiten Namen bekannt.)
Doch das sind alles Träume für die nächsten Jahre, im Moment noch in weiter Ferne. Was ist mit morgen, den nächsten Wochen und Monaten? Was will ich da erreichen? Was ist mein Ziel? So viele Fragen und keine einzige Antwort.




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