Kennt ihr das? Tagsüber versucht man Gedanken, Erinnerungen so gut es geht auszublenden, versucht, immer beschäftigt zu sein um bloß nicht zu viel nachzudenken und vielleicht, wenn man wirklich stark ist, gelingt einem das ganz gut. Doch nachts ist man gegen die hereinstürzende Flut aus Bildern völlig unbewaffnet, seinen Träumen vollkommen ausgeliefert, wehrlos. Und es sind nicht normale Träume, aus denen man zitternd und schweißgebadet aufwacht, es sind die realistischsten, die man jemals hatte, von denen man Stunden danach nicht mehr sagen kann, ob es wirklich passiert ist, oder doch nur ein Traum war. Diese Träume hinterlassen neue Wunden und reißen die alten wieder auf. Sie konfrontieren dich mit deinen schlimmsten Gedanken und zeigen kein Erbarmen. Solche Kräfte, gegen die du machtlos bist, machen es vollkommen unmöglich die Vergangenheit ruhen zu lassen und neu zu beginnen. Du machst einen Schritt vorwärts und wirst sofort zwei zurückgeworfen. Es ist ein endloser Kampf, den du von Anfang an schon verloren hast. Du kämpfst erbittert dagegen an, aber irgendwann verlässt dich auch die Kraft und der Mut. Irgendwann gibt auch der stärkste Mensch auf.

1 Kommentar:
vielleicht musst du nicht dagegen kämpfen,sondern akzeptieren,dass es so ist wie es ist. auch, das es so verdammt wehtut, dir deine kräfte raubt und dich krank macht. aber wenn du schaffst, es zu akzeptieren, dann macht es dir nichts mehr aus - irgendwann. es dauert seine zeit,ja. aber wie soll dich etwas fertig machen, das du akzeptiert hast? es kann dich nicht mehr überrollen und wie ein einstürzendes haus begraben.
bleib stark (:
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