Montag, 13. Februar 2012

#40 Das war's, auf das was war.

Ich frage mich, ob es das Schicksal gibt. Ob alles, was man an einem Tag erlebt schon vorherbestimmt ist und wovon das alles abhängt, in wie weit man doch noch selbst in der Hand hat was geschieht. 
Ich hätte auch einen anderen Weg nehmen können, es hätte nur ein kleiner Moment anders sein müssen und ich wäre ein paar Sekunden früher oder später dort gewesen. Wäre einfach weiter gelaufen, alles wäre normal gewesen. Aber nichts war normal, als ich um diese Ecke lief und dir gegenüber stand. Dich nach 4 Monaten wieder wahrhaftig vor mir stehen sah. Ich blickte in deine Augen, die mich in den vergangenen Monaten Nacht für Nacht verfolgt hatten. Doch diesmal war es kein Traum, es war Realität, auch wenn es einige Sekunden brauchte, bis ich das begriff. Ich glaube, dir ging es genauso, jedenfalls wären wir uns sonst nicht regungslos gegenüber gestanden und hätten uns einfach nur angestarrt. Doch nach diesen ersten paar Schrecksekunden war alles ganz genau so, wie ich es erwartet hatte, genau so, wie ich es befürchtet hatte. Alles brach über mich herein, überwältigte mich, nahm mir den Atem. Ich sah so viel mehr als nur deine Augen..
Da waren all diese Dinge, vergangene Tage, Erinnerungen, manche bruchstückhaft, manche wie neu. Wirre Bilder in meinem Kopf, Zeitsprünge, Gefühlssprünge, von Liebe zu Hass und wieder zurück. Von neuem wurde mir klar, wie diese Monate mit dir und besonders unsere letzte Nacht mich verändert hatten, was sie aus mir gemacht hatten. Und erstmals spürte ich, dass das keine gute Veränderung war. Ich spürte, dass es nicht so weiter gehen kann. Ich weiß, dass ich all das, was zwischen uns passiert ist nicht rückgängig, ungeschehen machen kann. Aber ich kann damit anfangen ersthaft damit abschließen zu wollen und mich nicht krampfhaft daran festzuklammern. Das Leben bringt noch so viel mehr.
Ich weiß nicht, wie lange wir dort standen, in unserer Trance, aber du warst es, der schließlich diese Verbindung wieder trennte. Du löstest unsere Augen voneinander und gingst einfach an mir vorbei, als wäre nichts gewesen. Auch ich ging weiter, wenn auch zögerlich, und drehte mich nicht mehr nach dir um. Als ich Caspers "Das war's, auf das was war.." in diesem Moment wieder in meinen Ohren vernahm, stahl sich eine Träne in meinen Augenwinkel. Doch ich spürte, das das jetzt wirklich der Anfang vom Ende war, ein Schritt in die richtige Richtung.


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